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Hauptkanal und Hausanschlüsse im Vortrieb hergestellt |
| Keine vernünftige Alternative |
Darüber hinaus war der Straßenraum derart mit den unterschiedlichen Versorgungsleitungen durchzogen, dass die Arbeiten mit offenem Graben immer wieder behindert worden wären. Mit einem Rohrvortrieb war es weiter möglich, die alten Kanäle zu unterfahren und während dieser Zeit ohne eine zusätzliche Wasserhaltung in Betrieb zu halten. "Ein Preisvergleich zwischen offener und geschlossener Bauweise ergab vor dem Hintergrund der örtlichen Verhältnisse nahezu Gleichstand," so Peter Geffe vom Abwasserverband Fulda. Angesichts dieser gewichtigen Vorteile der grabenlosen Bauweise und dem Gleichstand bei den Kosten wurde die Maßnahme mit einem Auftragsvolumen von rund 2,5 Millionen DM einschließlich der Herstellung der Hausanschlüsse in geschlossener Bauweise geplant und öffentlich ausgeschrieben. |
![]() Bild: Teilschnittmaschine mit Längsschneidkopf Vortriebsleistungen im Festgestein 4-5 Metern/Tag. |
| Positive Erfahrungen mit bemanntem Vortrieb |
| Für Probleme sorgte in der ersten Haltung ein massiver Schmutzwassereinbruch. Niemand hatte im Vorfeld mit einem derart schlechten Zustand des alten Kanals gerechnet, dass er beim knappen Unterfahren mit der Vortriebsmaschine nahezu vollständig in den Vortriebstunnel entwässert. Dieser Umstand sorgte für zeitweisen Stillstand des Vortriebes.
Bei einem zweiten Problem spielte die bemannte Teilschnittmaschine ihre Vorteile gegenüber unbemannten Vortriebsverfahren aus. Am Rand der Vortriebstrasse war vor ca. 15 Jahren ein großer Hotelneubau errichtet worden. Für die Sicherung der Baugrube wurde damals der Verbau mit rückwärtig in die Straße gebohrten Ankern gesichert. Auf diese Stahlanker traf der Vortrieb. Im unbemannten Microtunnelverfahren hätte dieses jedes Mal eine Bergegrube erfordert und das Risiko von teuren Schäden am Bohrkopf beinhaltet. Beim Einsatz der bemannten Teilschnittmaschine konnten diese Hindernisse aus der Maschine heraus an der Ortsbrust beseitigt werden. Das erforderte zwar auch zusätzlichen Aufwand an Zeit und Kosten, erwies sich jedoch in diesem Falle gegenüber einer Vollschnittmaschine als großer Vorteil. |
![]() Bild: Die BM 150 T im 1400er Sammler. |
| Hausanschlüsse bis in den Keller |
| Die Hausanschlüsse wurden in zwei unterschiedlichen Durchmessern hergestellt. In der Dimension DN 150 kamen Steinzeugrohre zum Einsatz, in der Dimension DN 200 fiel die Wahl auf PEHD-Rohre. Zwei Gründe sprachen für diese Materialvariante. Zum einen verfügen die 150er Steinzeugrohre und die 200er PEHD-Rohre über den gleichen Außendurchmesser. Das heißt, beide Durchmesser konnten mit exakt der gleichen Maschinenausrüstung eingebaut werden. Zum zweiten macht sich bei den beengten Platzverhältnissen im Sammler der Gewichtsvorteil des Kunststoffrohres für das Vortriebspersonal positiv bemerkbar.
Bei der Herstellung der Hausanschlüsse stellte man die Planung gegenüber dem ursprünglichen Entwurf um. Zunächst war geplant, die Kontroll- und Übergabeschächte vor den Gebäuden im Gehweg anzuordnen und dort die Leitungen zusammenzufassen. Auf Grund der Vielzahl der vorhandenen Versorgungsleitungen entschloss man sich jedoch, die Kontroll- und Übergabeschächte in die Gebäude zu verlegen und vom Sammler aus bis in die Keller zu bohren. Die Regenfallrohre wurden nach innen umgelegt und an den Kellerwänden zu diesen Schächten zu führen. Um Geruchsblästigungen im Keller zu vermeiden hat man in den Schächten keine offenen Gerinne sondern Reinigungsöffnungen. Diese Lösung führte gegenüber der ursprünglichen Planung zu Kosteneinsparungen, die an die Anlieger, die für die Herstellung der Hausanschlüsse kostenpflichtig sind, weitergegeben werden konnten. |
Ankunft der Hausanschlussbohrung im Gebäudekeller. |
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SANTEC® GmbH - Ingenieurbüro für Kanalsanierung, Kanaltechnik und Tiefbauplanung |
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